Fährt man durch das nördliche Bistumsgebiet von Münster fällt bei genauerem Hinsehen auf, dass sich in dieser Region nur wenige Kirchen erhalten haben, die wesentlich älter als 150 Jahre sind. In der Zeit vor und nach 1900 wurden in fast allen Orten, die aus dem Mittelalter stammenden Dorfkirchen durch größere Gotteshäuser ersetzt, erweitert oder neu erbaut. Ab 1850 - 60 setzte sich hier der Historismus durch. Vorrangig beherrschten vor allem die Baumeister Johann Bernhard Hensen, Heinrich Flügel, Joseph Alexander Niehaus und Franz Xaver Lütz diese Architekturlandschaft, vereinzelt arbeiteten jedoch auch Architekten wie Hilger Hertel d.Ä., Hilger Hertel d.J.,, August und Wilhelm Rincklake, Carl Emil von Manger und Ludwig Becker aus dem westfälischen Bereich in diesem nördlich gelegenen Teil der Diözese.