Flussromantik, Marschmusik und Geestgeflüster - Die Vielfalt der Landschaft

Im rd. 1500 km² großen Naturpark Wildeshauser Geest, zwischen Oldenburg und Bremen gelegen, erwartet Sie ein Landschaftsschauspiel der ganz besonderen Art: Artenreiche Mischwälder, Alleen, Felder durchzogen mit Wallhecken und Sanddünen. Saftiges Wiesenland mit kleinen Dörfern und Flüsse, die sich durch die Landschaft schlängeln. Hinzu kommen ökologisch wertvolle Moor- und Heideflächen.

 
Paddeln auf der Hunte (ZNWG)

Erlebniswelt der Hunte

Der Flussabschnitt zwischen Wildeshausen und Oldenburg gehört zu den schönsten und ökologisch bedeutendsten an der Hunte. Hier entdecken Sie das wellige Bodenrelief wieder, das nach der letzten Eiszeit durch Einwehungen von Sanden entstanden ist und Lebensraum für etwa 40 Brutvogelarten bietet. Flußuferläufer, Eisvogel und Uferschwalbe sind die markantesten, die Sie vom Kanu aus beobachten können. Andere, wie die Gebirgsstelze, Nachtigall und Sumpfrohrsänger können Sie nur hören. Sie leben in Uferwäldern und Gebüschen. Nähere Informationen zu Flora, Fauna und Kanutouren bietet der Wasserwanderlehrpfad entlang der Hunte von Wildeshausen bis Oldenburg und die Internetseite: www.hunte-natur.de. Tipps: Spaziergängern empfehlen wir den ausgeschilderten Huntepadd, der als Rundwanderweg alle Aspekte dieser einmaligen Landschaft mit dem historischen Ortskern von Dötlingen verbindet.

 
Wassermühle in Heinefelde (ZNWG)

Der Reiz der Stillgewässer

Neben Mühlenteichen, ökologisch wertvollen Seen und Schlatts liegt in dem als Naturschutzgebiet ausgewiesenen Bereich der Ahlhorner Fischteiche ein ganz eigener Reiz. Mehr als vierzig umweltschonend bewirtschaftete Teiche, eingebettet in eine vielfältige Vegetation , machen dieses Gebiet mit dem angrenzenden Urwald Baumweg zu einem besonderen Ausflugsziel. Auch hier ist, wie an der Hunte, eine artenreiche Vogelwelt zu bestaunen. Im Herbst 2008 wird von der Gemeinde Großenkneten eine Wanderkarte von diesem Gebiet herausgegeben.

 
Wildeshauser Geest (WVS)

Stattlich bis verwunschen - Die Vielfalt der Wälder und Alleen

Erleben Sie alte Laubwaldbestände mit knorrigen Baumriesen und prächtiger Bodenvegetation, Kiefernwälder auf ehemaligen Heideflächen und Bruchwaldgesellschaften in Flusstälern und Mooren. Unsere Besuchertipps: Harpstedter Wald mit Ozeanbrücke über das Delmetal, der Urwald Hasbruch mit tausendjährigen Eichen, der Urwald Herrenholz bei Goldenstedt, der Urwald Baumweg nahe der Ahlhorner Fischteiche, das Barneführer Holz und die Osenberge in Hatten und das Friedeholz in Syke mit Naturerlebnispfad. Die Wälder Döhler Wehe und Hegeler Wald in Großenkneten erleben Sie im Rahmen der Radroute „Höfe-Wasser-Wälder“.

 
Visbeker Braut (KHZ)

Per Rad in ferne Zeiten

Dicht vor den Toren Oldenburgs und Bremens lockt der Naturpark Wildeshauser Geest mit Radrouten der ganz besonderen Art: „Faszination Archäologie. Mystische Routen rund um die Steinzeit“ entführen diese acht Touren per Pedale in längst vergangene Zeiten. Entlang idyllisch ruhiger Urwälder und Moore, weitläufiger Heide- und Flusslandschaften geht es zu wahren Meisterwerken der Vor- und Frühgeschichte. Den „Erlebnis-Radler“ erwartet mit dem „Visbeker Bräutigam“ das längste Großsteingrab Niedersachsens und mit dem Pestruper Gräberfeld der größte bronzezeitliche Friedhof des nördlichen Mitteleuropa. Die geschichtsträchtigen Routen führen weiter zu den einmaligen „Sonnensteinen“ von Harp- und Beckstedt, zum mysteriösen Neerstedter „Hexenstein“, zu den meterhohen Burgwällen von Delthun und Twistringen sowie zu vielen weiteren herausragenden archäologischen Stätten. Ausführliche Informationen unter http://www.steinzeitreise.de/. Dort werden alle Fragen zu den Routen und mythenreichen Sehenswürdigkeiten beantwortet. Auch PKW-Reisende finden hier detaillierte Anfahrtsbeschreibungen. Eigens wurde eine reich bebilderte Broschüre mit Radwanderkarte erstellt. Neu installierte Infotafeln vermitteln Geschichte und Geschichten rund um die legendären Zeitzeugen der Prähistorie

 
Historische Kleinbahn Jan Harpstedt (ZNWG)

Museenreiche Geest

Besser und origineller können Sie die historische Lebens- und Arbeitswelt der Wildeshauser Geest nicht kennen lernen. Ungewöhnlich schon die Unterbringung der mehr als 10 liebevoll eingerichteten Museen und Sammlungen, mal im urigen Bauernhaus, das andere Mal am lauschigen Mühlenbach oder in huldvoll historischem Ambiente. Besonders romantisch, auch in Verbindung mit einer Fahrradtour: Fahrten mit den historischen Kleinbahnen Jan Harpstedt, Jan Spieker und dem Kaffkieker. Als konzeptionell besonders interessante und lebendige Museen sind das Kreismuseum Syke und das Museum der Strohverarbeitung in Twistringen zu nennen.

 
Wassermühle (ZNWG)

Mühlenland - fast unbekannt

Mehr als 20 Wasser- und 6 Windmühlen gibt es im Naturpark Wildeshauser Geest zu bestaunen. Die Wassermühlen sind nicht immer leicht zu finden. Mit Mühlenhaus und großem Wagenrad liegen sie an Bächen und Flüssen, versteckt im Dorf oder in der Landschaft. Malerisch präsentieren sich dort die Mühlenteiche, in denen der Müller das Wasser staute, um ständig genügend „Antriebsenergie“ für das Wasserrad zu haben. Majestätisch strecken sich dagegen die Flügel der imposanten Windmühle in den Himmel. Der Erhaltungszustand und die Nutzung der Mühlen ist sehr unterschiedlich. Einige befinden sich in Privatbesitz und dürfen nur von außen oder am Deutschen Mühlentag besichtigt werden, andere bieten als Museum, kulturelle Einrichtung, Cafe- und Restaurant ein unvergleichliches Ambiente. Mehr als 15 Mühlen werden ab 2009 in die niedersächsiche Mühlenstraße eingebunden.

 
Alexanderkirche in Wildeshausen (ZNWG)

Von kraftvoller Romanik und graziler Backsteingotik - Kirchen des Mittelalters Früher oder später werden Sie bei Ihren Erkundungen mit beeindruckenden Relikten des Mittelalters konfrontiert: den ältesten erhaltenen Kirchen der Region. Diese sehr sehenswerten Bauten bringen die, teilweise in Vergessenheit geratenen Kapitel einer ereignisreichen Geestgeschichte anschaulich in Erinnerung. Zu den imposantesten zählen die Alexanderkirche in Wildeshausen, die Firminuskirche in Dötlingen, die Klosterkirche der Klosterruine Hude, die Huntloser Kirche St. Briccius und die Bassumer Stiftskirche

 
Amtshof Harpstedt (ZNWG)

Edle Stätten von Adel und Bürgertum - Amtshöfe, Güter und Rathäuser Auf erlauchten Pfaden wähnt man sich, wenn man die Amtshöfe in Harpstedt und Syke umschreitet. Ende des 13. Jahrhunderts von der Grafschaft Neubruchhausen als Befestigungen gegen das Erzstift Bremen errichtet, zeugen zahlreiche Um- und Anbauten beider Anlagen von der mannigfaltig lesbaren Geschichte der Region. Sehenswert sind außerdem die Freudenburg Bassum, das Gut Varrel in Stuhr, und das älteste und einzige gotische Rathaus in Wildeshausen.

 
Per Rad durch die Wildeshauser Geest (ZNWG)

Aktiv erleben

Am schönsten sind die vielen Kleinode der Region mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Kanu zu entdecken. Entlang eines einheitlich beschilderten Fahrradleitsystems können Sie sich mithilfe der regionalen Fahrradkarte ihre individuellen Routen suchen oder Sie entscheiden sich für die von Kennern der Region für Sie ausgearbeiteten Tages- und Mehrtagestouren. Ideal lassen sich die Radtouren mit mittlerweile überregional bekannten Veranstaltungen wie Jazz Folk und Bike in Syke, der Dötlinger Gartenkultour oder dem Tag der Regionen verbinden. Bekanntermaßen ist ganz Norddeutschland durchzogen mit einem Netz von Radfernwegen. Vier empfehlenswerte Routen durchqueren den Naturpark, darunter der 130 km lange Hunteradweg von Elsfleth über Oldenburg zum Dümmer, der 177 km lange Geestradweg von Meppen nach Bremen, der Brückenradweg Bremen-Osnabrück und der Meerweg von Neustadt am Rübenberge nach Wilhelmshaven. Originelle Einkehrmöglichkeiten sind die aktuell entstandenen 11 Melkhüser. In Ergänzung zu den traditionellen Gasthöfen mit regionaler Küche, Cafes, Teestuben und Bauerndielen mit selbstgebackenem Kuchen laden die ländlichen Milchstationen zu einer leckeren, preiswerten und gesunden Zwischenmahlzeit ein. Milch und Milchmixgetränke sowie Joghurt und Milchshakes stärken für die weitere Reise.

 
Klosterruine Hude (ZNWG)

Leben und Schlemmen in rauer Vorzeit

Tipp: Kulturtouristische Buspauschale im Oldenburger Land: Auf der Reise durch die „Klassische Quadratmeile der Urgeschichte“ begegnen Sie Meilensteinen urzeitlicher Baugeschichte und erhalten Einblicke in die Kochtöpfe prähistorischer Küchenmeister. Im Oldenburger Landesmuseum für Natur und Mensch finden Sie spektakuläre Funde der Geest und können sich unter fachkundiger Anleitung in der Fertigung steinzeitlicher Speisen, Werkzeuge und Schmuckstücke üben. Eine Stippvisite in die jüngere Vergangenheit ist mit dem Besuch der Klosterruine Hude vorgesehen, die uns von der Mystik des Mittelalters und der Romantik „erzählt“. Buchungsstellen sind der Verkehrsverein Wildeshausen und die Oldenburg Tourismus und Marketing GmbH.

Weitere Informationen erhalten Sie bei dem:

Zweckverband Naturpark Wildeshauser Geest
Delmenhorster Straße 6
27793 Wildeshausen
Tel.: 04431 / 85-351 
This email address is being protected from spambots. You need JavaScript enabled to view it.